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Swingtanzen für Theater Lokstoff

„Linie Dix – eine Großstadtrevue“ von Theater Lokstoff

Theater Lokstoff spielt an ungewöhnlichen Orten. In der Revue „Linie Dix“ dreht sich alles um einen hochdotierten Selbstmörderwettbewerb. Die Revue beginnt im Kunstmuseum, in dem die Figuren aus Otto Dix Bildern lebendig werden, sie braust mit einer Ubahn durch die ganze Stadt bis zum Höhepunkt der makaberen Szenerie, die in einer endlosen Party endet. Mutig und grotesk wird das Heute im Blick auf Gestern zum Morgen.

2014 habe ich das Ensemble des Theaters Lokstoff im Charleston & Tango tanzen unterrichtet und mit ihnen kleine Choreographien erarbeitet. Von denen ist im Stück zwar nicht mehr soviel übrig geblieben, aber das macht nichts, denn wir Tänzer sind als Statisten zur Verstärkung am Bahngleis Degerloch dabei. Die Showeinlage unserer Tänzer steigert sich zu einer Party mit den Schauspielern, den Passanten. Die Bahn fährt weiter, dreht und sammelt die Schauspieler wieder ein.
Während der 38 ausverkauften Vorführungen haben wir die Linie Dix immer wieder gerne begleitet und den Zuschauern so die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden, das Spiel mit dem Alltag. Vielen Dank für dieses schöne Projekt über die letzten 2,5 Jahre!

Regie: Wilhelm Schneck / Dramaturgie: Werner Kolk & Dieter Nelle
Kostüm: Ilona Lenk / Musik: Valerio Pizzorno / Choreographie: Anika Kopfüber / Musiker: Viktor Oswald
Es spielen: Kathrin Hildebrand, Natanael Lienhard, Lisa Scheibe, Alexa Steinbrenner, Christina Uhland, Tobias Wagenblaß

 

 


Zum Stück:

Die Revue beginnt im Kunstmuseum Stuttgart. Ein kleiner Kreis von Auserwählten versammelt sich vor dem Triptychon „Großstadt“ (1927/28) von Otto Dix. Die erlauchten Mitglieder des geheimen Eventclubs werden bald erfahren, welches spektakuläre Ereignis sie diesmal erwartet. Die Ankündigung eines hochdotierten Selbstmörderwettbewerbes lässt selbst die Hartgesottensten unter ihnen kurz erbleichen. Was für ein Privileg, dabei zu sein im exklusiven Kreis der Vergnügungssüchtigen auf ihrer Suche nach grenzenloser Zerstreuung. Schon geht es los. Am Schlossplatz steigen wir ein in die LINIE DIX.
Bald hundert Jahre nach der Weimarer Epoche, der Zeit von Otto Dix, leben wir wieder in einem Schwebezustand, tanzen wir wieder auf dem Vulkan, gefangen in der Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann. Während die Revue mit ihren TänzernInnen und SängerInnen dem großen Finale
des Wettbewerbs zustrebt, werden wir per Reportage über die Vorbereitungen und den Gang der Ereignisse des Selbstmörderwettbewerbes auf dem Laufenden gehalten. Doch wer sind die seltsamen Mitreisenden und Passanten, die den Gemälden Otto Dix entstiegen sein könnten? Unweigerlich werden wir Zeugen ihrer Unterhaltungen, Gedanken und Geschichten, die zum Spiegel unserer Gegenwart werden. Einer zersplitterten Welt mit buntem Schaum obenauf. Und keiner ahnt, dass er selbst längst Teilnehmer des tödlichen Wettbewerbes geworden ist.

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